
















Antike französische Kommode mit Marmorplatte, Intarsien und Bronzebeschlägen
Elegante dreiläufige Kommode aus Frankreich im Stil Louis XV, einzuordnen in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, als französische Rokokoformen in der europäischen Möbelproduktion qualitätvoll aufgegriffen und reproduziert wurden. Die geschwungene Grundform, die diagonal furnierten Schubladen mit feinen Fadeneinlagen sowie die figürlich gearbeiteten Bronzebeschläge bilden ein elegant geschlossenes Ensemble von ruhiger gestalterischer Qualität.
Historischer Kontext
Die dreiläufige Kommode war im Frankreich des 18. Jahrhunderts ein zentrales Möbelstück des repräsentativen Salons und Schlafgemachs. Ihre gestalterische Blütezeit fiel in die Epoche Louis XV (ca. 1723–1774), in der die geschweifte Bombenform, das diagonal verlegte Furnier, vergoldete Bronzebeschläge (ormolu) und die Marmorauflage als Merkmale einer gehobenen Einrichtungskultur galten. Das Möbelstück diente der Aufbewahrung von Wäsche und Kleidung, war jedoch zugleich als Repräsentationsobjekt konzipiert, das Rang und Geschmack seines Besitzers sichtbar machte.
Im späten 19. Jahrhundert erlebten diese Formen eine breite Wiederbelebung im Kontext des Historismus und der Napoleon-III.-Ästhetik. Europäische Möbelwerkstätten reproduzierten die charakteristische Rokokotypologie – Cabriole-Beine, Bombenfront, figürliche Bronzebeschläge, Fadeneinlagen – in handwerklich hoher Ausführung und für einen breiteren bürgerlichen Markt.
Merkmale
- Geschweifte Front mit diagonal furniertem Blattspiegel (Fischgrätmuster) und umlaufenden Fadeneinlagen aus kontrastierendem Holz
- Vollständig erhaltene figürliche Bronzebeschläge: Bügelgriffe, Schlüsselschilder in Rocailleform, Eckkartuschen, geschweifter Schürzenbeschlag sowie Bronzesabots an den Cabriolbeinen
Design
Stileinordnung: Louis-XV-Stil (Rokoko-Revival), zweite Hälfte 19. Jahrhundert.
Die Kommode folgt dem klassischen Louis-XV-Schema: S-förmig geschwungene Cabriolbeine mit Bronzesabots leiten in eine nach vorne vorgewölbte, geschweifte Schubladenstruktur über. Die dreifach gegliederten Schubladen werden von einer der Korpusform folgenden, geschweiften Marmorplatte abgeschlossen. Die Bronzebeschläge folgen dem Rokoko-Duktus mit asymmetrisch bewegten Bügelgriffen, floralen Schlüsselschildern und geschweiften Eckkartuschen. Das diagonal verlegte Furnier im Fischgrätmuster mit feinen Fileteinlagen entspricht einer für Louis-XV-Kommoden typischen Dekorationstechnik. Die Seitenfelder sind gerahmt furniert. Die Gesamtproportionen – breite Front, geringe Tiefe, mittlere Höhe – entsprechen dem für dreiläufige Kommoden dieser Stilrichtung charakteristischen Typus.
Funktion
Früher: Aufbewahrungsmöbel für Wäsche und Kleidung im Salon oder Schlafgemach; zugleich als Repräsentationsmöbel konzipiert. Heute: Kommode oder Sideboard in Wohn-, Schlaf- oder Eingangsbereich; Marmorplatte als Ablagefläche nutzbar.
Maße
Höhe: 82 cm Breite: 102 cm Tiefe: 47 cm
Material und Zustand
Furnier überwiegend Mahagoni mit Fadeneinlagen aus kontrastierendem Holz. Bronzebeschläge (Bügelgriffe, Schlüsselschilder, Eckkartuschen, Schürzenbeschlag, Sabots) original erhalten. Marmorplatte grau-braun gemasert mit weißen und rostfarbenen Adern, in der geschweiften Grundform dem Korpus folgend.
Zustand: Altersgemäß sehr gut erhalten, fachgerecht geprüft und aufbereitet bei Kastellan. Oberflächen mit ruhiger Patina und wenigen altersbedingten Gebrauchsspuren
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